Die theoretische Sachkundeprüfung — umgangssprachlich Hundeführerschein — weist nach, dass du die Grundlagen von Haltung, Verhalten und Recht rund um den Hund beherrschst. Grundlage ist § 11 TierSchG in Verbindung mit den Regelungen deines Bundeslandes.
Der Ablauf ist überall ähnlich, die Details unterscheiden sich je nach Land und Prüfstelle.
Die fünf Themenbereiche
- Haltung und Tierschutz: Bedürfnisse, Ernährung, Gesundheit, artgerechte Unterbringung.
- Sozialverhalten und Rassen: Kommunikation, Sozialisierung, Rassemerkmale und ihre Bedeutung.
- Gefahrensituationen: Konflikte erkennen, Beißvorfälle vermeiden, richtig reagieren.
- Erziehung und Ausbildung: Lernverhalten, Grundsignale, Umgang mit Problemverhalten.
- Recht und Vorschriften: Leinen- und Maulkorbpflicht, Haftung, Steuer, landesrechtliche Regelungen.
Der Ablauf
- 1Anmeldung bei einer anerkannten Prüfstelle, häufig Tierärztekammer, Veterinäramt oder ein zugelassener Verein.
- 2Theoretische Prüfung als Multiple-Choice-Test, typischerweise etwa 35 Fragen in 45 Minuten.
- 3Bestehensgrenze in der Regel bei rund 80 Prozent richtiger Antworten.
- 4Bescheinigung nach bestandener Prüfung — je nach Bundesland zeitlich unbegrenzt gültig.
- 5In manchen Ländern folgt ein praktischer Teil mit dem eigenen Hund.
Kosten und Vorbereitung
Die Gebühren liegen je nach Stelle und Bundesland meist im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich; der praktische Teil wird gesondert berechnet. Die genauen Sätze nennt deine Prüfstelle.
Für die Vorbereitung reichen bei den meisten Kandidaten drei bis vier Wochen mit täglich fünfzehn bis zwanzig Minuten. Entscheidend ist nicht die Gesamtzeit, sondern regelmäßiges Wiederholen — und dass du die Begründungen liest, nicht nur die richtigen Antworten anklickst.
Vorbereitung mit der App
- 1
Themenbereiche einzeln durchgehen
Erst Bereich für Bereich lernen, statt gleich alles gemischt.
- 2
Erklärungen mitlesen
Zu jeder Frage gibt es die Begründung — dort steckt das eigentliche Wissen.
- 3
Simulation ab Woche zwei
35 Fragen in 45 Minuten zeigen früh, wo du wirklich stehst.
- 4
Letzte Woche nur wiederholen
Fehlertraining statt neuer Themen — das bringt kurz vor der Prüfung am meisten.

Häufige Fragen
Wie viele Fragen kommen in der Prüfung?
Üblich sind etwa 35 Fragen in 45 Minuten mit einer Bestehensgrenze um 80 Prozent. Die genaue Ausgestaltung legt deine Prüfstelle fest.
Ist die Bescheinigung bundesweit gültig?
Das hängt vom Bundesland ab. Anerkennung über Landesgrenzen hinweg ist nicht garantiert — frag im Zweifel bei deinem Veterinäramt nach.